Freitag, 31. August 2012

WHY DO ALL GOOD THINGS COME TO AN END

Hallo L., 
ja, ich schreibe dir einen Brief, auch wenn du ihn niemals lesen wirst. 
Tja, wo soll ich anfangen? Ich glaube du weißt genauso gut wie ich, dass schon seit langem unsere Freundschaft den Bach runtergegangen ist. Ich für meinen Teil habe diese Situation gekonnt ignoriert, doch wie du jetzt merkst funktioniert das nicht mehr. Ich weiß nicht wie es für dich war und ist, ich spreche jetzt nur für mich.
Als ich noch klein war, konnte ich mir nie ein Leben ohne dich vorstellen. Es fühlt sich zwar trotzdem noch komisch an, aber jetzt muss ich es mir vorstellen. Wir haben keine andere Wahl.
Ja, wir waren beste Freundinnen seit dem Kindergarten, wir sind zusammen aufgewachsen. Wir haben gelernt, haben zusammen gelacht, getobt und gespielt. Doch jetzt ist es nicht mehr so wie Früher. Du hast einiges für mich getan, das will ich garnicht abstreiten. Du hast mir so gut wie immer geholfen und hast versucht mich zu unterstützen. Ich tat es dir gleich, so gut wie ich konnte. Wir passten echt gut zusammen. Wir waren immer zu Zweit, egal wohin wir gingen. Doch seitdem wir beide auf zwei unterschiedliche Schulen gegangen sind, ist alles anders geworden. Nicht wegen Lukas, oder sonst wem. Als es mir dann immer schlechter ging wurde wirklich alles anders. Ich habe gemerkt wie sehr du versucht hast mir zu helfen, doch irgendwann hast du aufgegeben. Irgendwann hast du nicht mehr so oft nachgefragt wie es mir geht, hast immer weniger den Versuch gestartet es zu verbessern. Ich nehme es dir nicht übel, ich konnte dich sehr gut verstehen. Wir erzählten uns nicht mehr alles, machten nicht mehr so oft etwas zusammen. Ich merkte wie wir beide immer unterschiedlichere Interessen pflegten, wie wir erwachsener wurden. Es gab des öfteren immer größere Streitereien. Ich denke dass es wegen unserer Reife ist. Irgendwer von uns beiden ist noch unreifer; kindischer wenn ich es so ausdrücken muss. Deswegen trennten sich unsere Wege.
Ich konnte dir irgendwann nicht mehr sagen wie es mir ging, was mich beschäftigte. Was mir an dir nicht passte, was mit mir passieren wird. Ich wollte dich nicht verletzen, wollte Streitereien aus dem Weg gehen. Ich wusste dass irgendwann der Knall kommen wird an dem alles Heile kaputt gehen wird. Ich sagte es dir nie, ich versuchte einfach die restliche, gemeinsame Zeit so gut wie es nur geht zu genießen. Er, der Knall ist gekommen und somit auch die Abzweigungen. 
Du sagtest dass wir nocheinmal miteinander reden sollten. Es wäre gut, doch ich weiß dass es keine Lösungen gäbe. Wir wären trotzdem in unterschiedlichen Richtungen weitergelaufen. Vielleicht sollten wir später reden. Dann, wenn wir reifer geworden sind, wenn wir den richtigen Weg für die Zukunft gefunden haben. 
Glaub' nicht dass es mir nie weh tat, glaub' nicht dass ich all' das nie kommen gesehen habe. Es tat und tut immer noch schrecklich weh, aber es muss so sein. Ich habe mich schon lange damit abgefunden gehabt, mit diesem Schmerz. Was anderes blieb mir nicht übrig.
Ich liebe dich. Ich werde es immer tun. Zehn Jahre kann ich nicht einfach so vergessen, niemand kann das. Ich werde mich immer an dich erinnern, an eine schöne Kindheit wenn ich bei dir war. Ich bin dir für alles dankbar, für alles was du jemals getan und gesagt hast. Du fehlst hier und wirst es auch immer tun. Ich werde dir in Zukunft alles erdenklich Gute wünschen, werde jeden Tag an dich denken. Ich werde dich immer brauchen.  Du warst die beste Freundin die ich jemals hatte und haben werde.

Ich hasse Abschiede. Aber nun gut. 
Ich liebe und vermisse dich. Vergiss mich bitte nicht. 

Lebewohl, 
Deine Jasmin

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